Gebrauchshinweise

Bestimmungsgemäße Verwendung

Unsere Produkte sind für die Spaliererziehung im Weinbau konzipiert und sind als solche bestimmungsgemäß zu verwenden. Es werden weinbautypische Böden und Bedingungen vorausgesetzt. Nicht geeignet sind Sumpfböden, Lagen mit Dauernässe, Positionen direkt unter Hochspannungsleitungen, Lagen unmittelbar am Meer mit hohen Salzwasserkonzentrationen und Lagen unmittelbar neben Industrieanlagen mit hohen Emissionswerten. Bei Kontakt mit aggressiven Medien vermindert sich die Lebensdauer der Verzinkung.

Bei extremen Belastungen, wie sie beispielsweise bei der Umkehrerziehung oder bei krummen Weinbergzeilen entstehen, müssen je nach Anwendungsfall Profile des Typs P5L oder P5E als Reihenpfahl eingesetzt werden. 

Bei Verwendung von Edelstahl-Komponenten im Drahtrahmen kann Kontaktkorrosion zu verzinkten Produkten auftreten, insbesondere wenn ein Erdschluss einer Edelstahl-Komponente vorhanden ist. Edelstahl-Drähte schneiden bei hoher Belastung verstärkt in den Stahl ein. Für den obersten Draht ist Edelstahl nur bedingt zu empfehlen.

Der Pfahlabstand soll unabhängig vom gewählten Profil weniger als 5 m betragen, da sonst die Drahtanlage zu stark im Wind schwingt und dadurch extrem belastet wird. Bei extrem windigen Lagen sollte der Pfahlabstand verringert werden.

Die in den Setztiefen-Tabellen empfohlenen Setztiefen stellen einen Richtwert dar. Stahlpfähle müssen etwas tiefer als Holzpfähle gesetzt werden.

Es sind die nachfolgenden Hinweise auf Lagerung und Ausbringung zu beachten.


Die richtige Handhabung

Beachten Sie bitte unbedingt unsere Hinweise zu Lagerung und Ausbringung verzinkter Pfähle. Mag Ihnen das auch umständlich erscheinen, die so verlängerte Lebensdauer der Pfähle lohnt die Mühe. Diese Regeln gelten übrigens auch für andere verzinkte Materialien.


Lagerung und Vorbereitung

Hellglänzende, fabrikneu verzinkte Pfähle setzen Sie idealerweise Ende März bis Mitte September. Die Pfähle können in dieser Zeit eine Patina-Schutzschicht ausbilden. Zu anderen Jahreszeiten müssen Sie die Pfähle zuvor „grauveredeln“.

Lagern Sie die Pfähle nach Möglichkeit im Freien. Unter Wettereinfluss können die Pfähle langsam ihre Patina-Schutz- schicht ausbilden. Lagern Sie die Pfähle immer von unten belüftet auf Holzbalken. Bei länger dauernder Außenlagerung legen Sie die Hakenseite des Pfahles etwas höher. Es entsteht eine leichte Schräglage, so dass Regenwasser ablaufen kann. Beachten Sie bei Außenlagerung die übliche Windrichtung. Der Wind sollte frei durch die gelagerten Pfähle hindurch wehen können, um sie auch im Inneren der Stapel zu trocknen.

Lagern Sie die Pfähle nie in der Nähe oder in Windrichtung von Mineraldünger. Vor Ausbildung der grauen Patina-Schutzschicht dürfen die Pfähle auf keinen Fall mit Mineraldünger oder anderen Chemikalien in Berührung kommen, noch dürfen sie während fortdauernder Nässe (Winternässe) gesetzt werden.


Grauveredelung

Die spätere Bodenzone der Pfähle sollte mehrmals nass werden und danach vollständig durchtrocknen. Man kann diesen Vorgang beschleunigen, indem man den schräg gelagerten Stapel befeuchtet. Am besten eignet sich dafür ein Hochdruck- reiniger (ohne Zusätze), da der feine Wassernebel sich gleichmäßig auch an unzugänglichen Stellen im Stapel nieder- schlägt. Durch den abwechselnden Kontakt der Zinkoberfläche mit jeweils Luft und Wasser entsteht die graue Patina-Schutzschicht.


Setzen der Pfähle

In der Regel drücken Sie die Pfähle einfach hydraulisch ein. Bei besonders steinigen Böden kann es nötig sein, ein Loch vorzu- bohren. Zum Setzen einzelner Pfähle, vornehmlich bei Ausbesserungsarbeiten, verwenden Sie am besten das von uns entwi- ckelte Zubehör: Handramme oder Schlagschutz.

Stahlpfähle sollten ca. 20 cm tiefer in den Boden als Holz-, Beton- oder Kunststoffpfähle, bei extrem steinigen Böden etwa 10 cm tiefer. Anhaltswerte liefern auch unsere Setztiefentabellen. Sollten diese Setztiefen nicht eingehalten werden können oder einge- halten worden sein, so verwenden Sie bitte ein Vorschlagprofil oder legen Sie einen großen Stein vor. Reihenpfähle sind mit der Öffnung zum Hang auszurichten.

Bei vorgebohrten Löchern sind Hohlräume mit der Wasserlanze zuzuschlämmen. Andernfalls kann Regenwasser durchsickern und den Boden tief aufweichen. Die Pfähle könnten sich dann unter den üblichen Windkräften schräg stellen. Stehendes Wasser darf die Pfähle nie lang andauernd umschließen. Achten Sie darauf, dass der Boden zum Pfahl hin ansteigt.


Stahlpfahl-Reihenende

Ein stabiles Reihenende – notwendige Voraussetzung für einen wartungsfreien Drahtrahmen.


Bodenplatte als Sicherung gegen Absinken der Endpfähle

Für Winzer, die keinen Beton im Weinberg haben wollen, bieten wir eine Bodenplatte an. Diese sichert den Pfahl gegen Versinken und sorgt für einen sicheren und festen Halt des Pfahls im Boden. Andernfalls versinkt der Pfahl langsam im Boden und ein jährliches Drahtspannen ist unerlässlich. Der Sicherungsstift (Rundmaterial ø 8 mm, Länge 20 cm) ist nicht im Lieferumfang enthalten.


Beton als Sicherung gegen Absinken der Endpfähle

Beim Absichern des Endpfahls mit Beton wird in etwa 20-25 cm Tiefe ein Betonklotz (ca. 2 Schaufeln Beton) ange- stampft. Zusätzlich kann hier ein Sicherungsstift (ø 8 mm, Länge 20 cm) eingelegt werden. Führen Sie die Zuganker- drähte durch ein oberes Hakenpaar und legen sie diese zweimal um den Endpfahl. Dann ziehen Sie diese verdrillt zum Zuganker. So wird der Endpfahl gegen Verdrehen gesichert. 


Druckstrebe schafft mehr Wendefläche

Das Reihenende mit einer innenliegenden Strebe schafft gut einen halben Meter mehr Platz zum Wenden von Traktoren. Sowohl Endpfahl als auch Strebe müssen mit einem angestampften Betonklotz oder mit Bodenplatten gesichert werden. Die Neigung des Endpfahls nach außen ist bodenabhängig. Bedenken Sie das Absetzen Ihres Bodens in den ersten Jahren. Der Endpfahl sollte auch nach mehreren Jahren noch eine Neigung von 5-10° nach außen haben. Dies erreicht man, indem man beim Setzen der Endpfähle etwas mehr Neigung nach außen gibt.

Spannketten können Sie direkt in den Haken einhängen. Biegen Sie dazu die Haken zur Seite, wie abgebildet. Bei längeren Rebzeilen und damit verbundenen höheren Zugkräften benutzen Sie am besten unseren Drahtbügel. Setzen Sie Endpfähle grundsätzlich ca. 10 bis 20 cm niedriger als Reihenpfähle. So vermeiden Sie, dass ein Überzeilenfahrzeug beim Einfahren am Zeilenanfang aufsetzt.

Merke: Für ein stabiles Reihenende sind nicht nur die Hersteller von Pfählen und Verankerungen verantwortlich, sondern vor allem der Winzer selbst!


Bitte beachten Sie:

Der Anker und der Ankerstab müssen immer den Bodenverhältnissen entsprechend ausreichend dimensioniert sein. Der Endpfahl sollte grundsätzlich gegen Absinken gesichert sein (Bodenplatte oder Beton).

Drahtausleger geschlossen: Ein zusätzlicher Haken ermöglicht das schnelle Schließen des Drahrauslegers außerhalb der dafür vorgesehenen Drahtstationen (Haken) an den Pfählen.

Drahtausleger geöffnet: Die Triebe können ohne Anranken und Windbruch durch die ausgelegten Heftdrähte hindurchwachsen.


Hinweis: 

Die Drahtausleger müssen zur Befestigung in Haken eingelegt werden. Die Haken müssen danach geschlossen werden. Bei einer Bestellung muss auf den Pfahltyp und die Ausleger-Länge (Standard 20 cm) geachtet werden.

Bei Verwendung von Kunststoffdrähten bieten wir verschiedene Möglichkeiten zum Schutz der Kunststoffdrähte:

  • Kunststoff-Drahtschutz groß (für Heftdrähte)
  • REMA Kunststoffhaken (für Vollkunststoffdrähte im Heftbereich)
  • Kunststoff-Drahtschutz klein (für Festdrähte)